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Frohe Weihnachten und ein gutes Jahr 2008!


Eiskristalle an der Isel

Das Netzwerk Wasser Osttirol wünscht allen Freunden und Mitstreitern frohe Weihnachtstage und viele gute Stunden im Jahr 2008!

Wir danken für Ihr bisheriges Interesse und bitten um weitere Unterstützung. Wir werden uns nach wie vor bemühen, dass nicht in einer Torschlusspanik des Wasserkraftwerksbaues die immer wertvolleren Lebensadern unserer Landschaft verloren gehen.

Festreden und Tat-Sachen


Klimabündnisland Tirol: lieber Öl als heimisches Holz?Als "heimische, CO2-freie und nachhaltige Energie" - in salbungsvollen Festreden massiv beschworen (Eröffnung Schwarzachkraftwerk) - sehen Tirols einäugige Politiker offenbar nur Strom aus Wasser. Dass unsere Mandatare hier noch kräftigen Lernbedarf haben, zeigt sehr konkret das landeseigene Nationalparkhaus in Matrei. Es wird auf Wunsch des Landes immer noch mit klimaschädlichem Öl beheizt, obwohl in Matrei eine Ortswärmeversorgung mit heimischer Biomasse besteht - wie die Tiroler Tageszeitung berichtet und die Kleine Zeitung kommentiert.

Der fatale Vertrag Tirols mit den Illwerken

Der fatale Vertrag Tirols zum Download (4,8 MB), in welchem Tirol für ewige Zeiten acht Bäche an die Illwerke abtritt und noch weitere Nachteile erleidet - und was jene Menschen dazu sagen, die ihn kritisch durchgesehen haben, da sie Hauptbetroffene sind: Kritik und Appell des Vereins "Heimat Paznaun".

Kein Ausverkauf des Tiroler Wassers !

Das Netzwerk Tirol – eine landesweite Plattform der Initiativen gegen TIWAG- Speicherkraftwerksprojekte – erhob am 5.12.2007 in einem Pressegespräch in Innsbruck massiven Protest gegen den „Illwerke-Vertrag“, welcher kommende Woche dem Tiroler Landtag zur Beschlussfassung vorliegen wird.

Mit diesem Vertrag würde das Land Tirol acht Bäche aus dem Paznaun- und Stanzertal für ewige Zeiten an die Illwerke abtreten. Derzeit nützen die Illwerke das Wasser dieser acht Bäche zur Stromerzeugung; im Jahre 2040 fielen diese Bäche an Tirol zurück.


Netzwerk Tirol: Kein Ausverkauf des Tiroler Wassers! Tirol liefert 40 % des Wassers der Illwerke und bekäme dafür lächerliche 1,8 Millionen Euro vom jährlichen Illwerke-Gewinn von 90 Millionen Euro (zwei Prozent Geld für 40 % Wasser).

Mit der Unterzeichnung dieses Vertrages würde nicht nur das garantierte Heimfallsrecht an sämtlichen Illwerke-Anlagen auf Tiroler Gebiet an das Land Tirol mit sofortiger Wirkung aufgegeben, sondern Tirol verzichtete auch auf ein garantiertes Strombezugsrecht an den Illwerken.

Dies alles wird von der Tiroler Landesregierung zu einer Zeit angestrebt, in der sich die Menschen in den Tälern Nord- und Osttirols mit der TIWAG um jeden einzelnen Bach herumschlagen müssen.

Der Illwerke-Vertrag würde den Ausverkauf von Tiroler Wasser, der mit den unseligen Cross-Border-Verträgen begonnen hat, in noch schlimmerer Weise fortsetzen, da diese acht Bäche für ewige Zeiten abgetreten würden.

Daher appelliert das Netzwerk Tirol eindringlich an die Abgeordneten des Tiroler Landtages, diesem von der Landesregierung vorgelegten „Illwerke-Vertrag“ nicht zuzustimmen.

Hierzu die Presseaussendung von Netzwerk Tirol.

Was der Standard berichtet .

Tagungsunterlagen online

Der Umweltdachverband hat die Beiträge (Vorträge in Kurzfassung, Präsentationen) seiner Tagung "Erneuerbare Energien - Chancen und Grenzen" bereits online gestellt; sie sind mit diesem Link abrufbar. Neben den Betrachtungen zur Wasserkraft erscheinen die Solarenergie-Beiträge besonders interessant.

Der Umweltdachverband fordert auch klare Grenzen für den Ausbau der Wasserkraft
und beschloss auf seiner Ordentlichen Vollversammlung am 29.11.2007 einstimmig ein
Positionspapier Wasserkraft, welches auch unter unseren "Materialien" zum Download (pdf-Datei, 96 KB) bereitsteht.

Oekonews enthält einen ausführlichen Bericht über diese Tagung.

Alternativenergien - noch viel zu tun!

Die Tagung „Alternative Energien - Chancen und Grenzen“ war von Ablauf und Inhalt her für die Teilnehmer sehr aufschlussreich.

Nach der Eröffnung der Tagung am Eingangsabend durch Landesrätin Hosp (ÖVP) verfolgte als einziger Politiker Landtagsabgeordneter Willi (Grüne) die Referate und Diskussionen. Bei der zusammenfassenden Podiumsdiskussion ließ sich Tirols Landeshauptmann van Staa durch einen Ingenieur der TIWAG (!) vertreten.

Immer wieder wurde deutlich, dass verschiedene sonstige Energieformen begrenzt sind und nur die direkte Solarnutzung nahezu unbeschränkt möglich ist. Andere Länder – ganz besonders Deutschland – sind Österreich im Bereich der Photovoltaik himmelweit voraus, haben sich auf diesem Zukunftsmarkt bereits eine hervorragende Marktposition geschaffen und viele tausende von Arbeitsplätzen entstehen lassen.

Ganz besonders kritisch wurde das Ökostromgesetz und der viel zu geringe politische Einsatz für Effizienzsteigerung und Alternativenergien in Österreich beurteilt.


Die Isel in Osttirol - nicht schutzwürdig? Den Bau weiterer Wasserkraftwerke sieht man wegen ihrer nachteiligen ökologischen Auswirkungen und nur mehr sehr begrenzten Möglichkeiten äußerst skeptisch, obwohl die anwesenden Vertreter der Kraftwerks- gesellschaften immer wieder die Stehsätze von CO2-Freiheit und Klimaschonung durch den Ausbau der Wasserkraft bemühten.

Am Beispiel von Gewässern in Osttirol kam der höchst fragwürdige Umgang Öster- reichs mit der Wasserrahmenrichtlinie zur Sprache sowie der Umstand, dass im gerade entstehenden österreichweiten „Masterplan Wasserkraft“ keine Naturschutzkriterien vorgesehen sind. Das für diesen Rahmenplan federführende „Lebens“ministerium hatte das damit begründet, dass die für Naturschutz zuständigen Bundesländer in dieser Frage uneinig seien. Der Präsident des Umweltdachverbandes Dr. Gerhard Heilingbrunner kritisierte eine solche Vorgangsweise heftig; auch werde die Öffentlichkeit in diese Diskussion viel zu wenig einbezogen.

Der Umweltdachverband will in Kürze die Beiträge dieser Tagung auf seiner Webseite veröffentlichen; wir werden Sie dann darauf aufmerksam machen.

Standortbestimmung: Wasserkraft als einzige Option?

Erneuerbare Energien sind die Energien der Zukunft. Zu diesem Thema veranstaltet der Umweltdachverband von 29. bis 30. November 2007 in Innsbruck (Raiffeisensäle) die Tagung "Erneuerbare Energien - Chancen und Grenzen". Anmeldungen sind noch möglich; wir laden herzlich zu dieser Veranstaltung ein!

Nach der Eröffnung am 29. November (19 Uhr) und einem allgemeinen Überblick wird in einer Podiumsdiskussion die Situation in Österreich behandelt. Am 30.11. stehen Biomasse, Sonnenenergie und Wasserkraft im Zentrum. Auch "Netzwerk Wasser Osttirol" wird vertreten sein.

Anmeldungen sind noch möglich an:
Umweltdachverband, Tel. 01/40 113-0, E-Mail: office@umweltdachverband.at
Der Eintritt ist frei.
Das Programm zum Download (466 kB).

Wie es besser geht

Man muss nicht unbedingt immer weitere Bäche und Flüsse ableiten, um das Weltklima zu retten - wie es uns gerade die TIWAG mit einer massiven Werbewalze einzureden versucht. Heute bestehen bereits viel schonendere Möglichkeiten.


Sonnengespeiste Unabhängigkeit In Tirols erstem Nullenergiehaus in Lienz (mit sonnenstrombetriebener Wärmepumpe) findet am 20. November d.J. die Veranstaltung "Vom Öl zur Sonne" statt (Einladung).

Tirols Energiepolitik befindet sich in dieser Hinsicht noch in der Steinzeit. Sogar die Tiroler Tageszeitung brachte vor einiger Zeit einen kritischen Bericht über die armselige Unterstützung der Photovoltaik in Tirol. Unlängst posaunte die Tiroler Landesregierung groß, sie habe diese Förderung verdoppelt. Tirols Vorzeigebetrieb in Photovoltaik, Solon-Hilber in Steinach a.Br., hätte nun mit der Erzeugung dieser Solarpaneele nicht nur vier Stunden Arbeit im Jahr, sondern ganze acht.

Obwohl auch in Tirol die Sonne scheint und genützt werden kann, beträgt die Pro-Kopf-Erzeugung aus Photovoltaik in unserem TIWAG-dominierten Land nur ein Dreitausendstel der solcherart im benachbarten Bayern gewonnenen Strommenge.

Verkannte TIWAG - in trendigem Grün!

Wir müssen uns offiziell entschuldigen – bei der TIWAG nämlich, deren epochalen Innovationsschritt wir weitgehend verkannt haben.


Technische Innovation der TIWAG: Grüne Solarpaneele!Als wir fragten, ob Solarpaneele an einer Fassade wirklich - wie von der TIWAG inzwischen wiederum gerühmt - eine so ausschlaggebende "technische Innovation" seien, erkannten wir ganz offensichtlich nicht die Bedeutung dieser Neuerung: Die Paneele sind nicht blau, sondern grün, damit sie zur übrigen Fassade passen! Diesen entscheidenden Umstand hat nun der Projektsleiter für das Kraftwerk Dorferbach in einer öffentlichen Stellungnahme unmissverständlich klargelegt.

Aber machen Sie sich selbst ein Bild vom Bewußtseinsstand des Wasserkraftbaues in Österreich und lesen Sie, was Dr. Boes auf der Leserbriefseite des Osttiroler Boten erläutert.

Nun nachzulesen - die "Tiroler Energiestrategie 2020"

Nun können Sie nachlesen, was die Tiroler Landesregierung am 9.Oktober 2007 wirklich beschlossen hat - und auch nachprüfen, was nicht mehr drinnen steht, obwohl es zwei Wochen zuvor noch angeführt war, wie z.B. Tempolimits für den Straßenverkehr, dessen Energieverbrauch und CO2-Emissionen besonders stark wachsen.

Aber überzeugen Sie sich selbst, kritisch und allenfalls belustigt, was in dieser "Strategie" an frommen Wünschen festgehalten wird – oder aber gänzlich fehlt ....

Zur "Tiroler Energiestrategie 2020"