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Frühjahrswanderung an der Isel

Über neunzig Menschen fanden sich am 13. Mai 2006 zur Iselwanderung in St. Johann ein, quer durch alle Altersgruppen. Sie waren begeistert und sehen diesen Fluss und seine Besonderheiten nun mit neuen Augen.



Am Weg zum MichelbachVorbei am Michelbacher Teich wird voller Neugier dem ersten Höhepunkt zugestrebt, dem Michelbach selber. Er ist eine der besten Laichgewässer für die Äsche, den Leitfisch der Isel.


Am Michelbach, dem Hochzeitsgewässer der ÄschenDer schmale Uferdamm bietet guten Ausblick in die Hochzeitsstube der Fische. Die Äschen benötigen fließendes Wasser mit kiesigem Grund; die in eine Laichgrube abgelegten Eier werden mit Kies bedeckt.


Laichende Äschen im MichelbachDie Stars des Tages: Die Äschen, die aus der Isel in den Michelbach aufgestiegen sind und im klaren Wasser temperamentvoll für Nachwuchs sorgen.
Die Äschen der Isel sind eine einheimische Rasse, bestens an die regionalen Verhältnisse angepasst.


Peter Ortner erzählt über das Leben der ÄschenPeter Ortner vom Fischereirevierausschuss Osttirol erzählt den interessierten Zuhörern aus dem Leben der Äschen und anderer Iselfische. Naturnahe Flüsse wie die Isel bieten reich gegliederte Lebensräume für viele Fischarten und ihre verschiedenen Alterstadien.
Er weckt auch Verständnis dafür, wie bedeutsam die Fischerei für die Pflege und Erhaltung solcher Gewässer ist.


Naturerlebnis auch für die JugendAuch die Jugend weiß sich sehr wohl zu unterhalten


Dr. Moritz erzählt von den Vogelseltenheiten der IselFeuchtgebiete sind auch für viele Vogelarten unersetzliche Lebensräume. Dr. Dieter Moritz führt in die Besonderheiten der Vogelwelt der Isel und deren Ansprüche ein.


Ausschau nach dem Flussuferläufer – durch TIWAG-Kraftwerke gefährdet..... und schon zieht der Ruf des Flussuferläufers die Blicke auf sich. Der Vogel ist in Europa selten geworden, da er kaum noch passenden Lebensraum findet. Er brütet auf Inseln oder an Ufern, gerne auch auf offene Schotterflächen an und in Flüssen. An der Isel gibt es sie noch.


Natur wird erlebtDie Wirklichkeit erleben, beobachten, staunen ....


Natürliche Flusstrecken – durch TIWAG-Kraftwerke gefährdetNur mehr ganz wenige Flussstrecken in Mitteleuropa zeigen Bilder wie die Isel: Sand- und Schotterbänke, Seitenarme und Inseln. Unter ihnen ist die Isel einzigartig als letzter freifließender Gletscherfluss der Alpen.

Raneburg-Matrei würde auch die Isel durch Schwallbetrieb und die Änderung ihrer jahreszeitlichen Wasserführung deutlich schädigen.


Sandbank an der Isel – urch TIWAG-Kraftwerke bedrohtIn wenigen Wochen wäre diese Sandbank nicht mehr trockenen Fußes erreichbar.
Noch führt die Isel weitgehend klares Niederwasser. Im Sommer wird es ungleich mehr sein, durch Gletscherschliff milchig trüb gefärbt.


Junge Tamarisken an der Isel – durch TIWAG-Kraftwerke gefährdetDie vielen Jungpflanzen der Deutschen Tamariske zeigen, dass die Isel ökologisch voll funktionsfähig ist.
Da die Tamariske sehr lichtbedürftig ist, benötigt sie offen Schotter- und Sandbänke als Lebensraum. Bleiben diese länger bestehen, überwachsen Weiden und Erlen die Tamarisken und bringen sie zum Verschwinden.

Nur dort kann sich die einzige Tamariskenart Mitteleuropas dauernd halten, wo ein Fluss genügend Platz und Kraft hat, sein Festmaterial umzulagern und damit immer wieder neuen Lebensraum für diese Pionierpflanze zu schaffen.


Mag. Kudronovsky erzählt von der TamariskeMag. Helmut Kudrnovsky erklärt die besonderen Lebensansprüche der Deutschen Tamariske. Er ist der Verfasser der Tamariskenstudie und mit den Lebensumständen dieser seltenen Pflanze bestens vertraut.

An der Isel gibt es die größten inneralpinen Bestände der Deutschen Tamariske überhaupt; Österreich trägt damit europäische Verantwortung für die Erhaltung dieser Art.


Kunstwerke an der IselDen Iselweg zwischen Huben und St. Johann säumen verschiedengestaltige Bildhauerarbeiten aus prächtigem Serpentin. Er stammt aus dem Prägrater Dorfertal, dessen mächtiger Gletscherbach inzwischen von der Tiwag verrohrt worden ist.